Das Progressive Partnerschaftsvertrag Framework, PPF, ist ein strukturierter methodischer Ansatz zur Entwicklung partnerschaftlicher Projektabwicklungsmodelle. Es unterstützt Auftraggeber dabei, komplexe Projekte systematisch vorzubereiten, geeignete Abwicklungsmodelle zu identifizieren und die Grundlage für eine partnerschaftliche Projektabwicklung zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Auswahl geeigneter methodischer Bausteine. Auf dieser Basis wird ein projektspezifisches Projektabwicklungsmodell entwickelt, das als belastbare Grundlage für Vertragsentwicklung, Vergabeunterlagen, Vergabe, Vertragsschluss, Interimsphase und Ausführung dient.
Das PPF unterstützt Auftraggeber dabei, das passende Projektabwicklungsmodell für ihr konkretes Projekt zu identifizieren und strukturiert auszugestalten.
Dabei geht es nicht nur um die Auswahl eines bekannten Modells. Das PPF macht unterschiedliche Abwicklungsoptionen vergleichbar, zum Beispiel Integrierte Projektabwicklung, IPA, Allianzmodelle oder projektspezifisch entwickelte partnerschaftliche Ansätze.
Durch die strukturierte Bewertung von Projektzielen, Komplexität, Risikoprofil, Planungsreife, Governance und Vergütungsmodell können Auftraggeber bereits vor der Vertragsentwicklung eine fundierte Entscheidung treffen. So entsteht ein Projektabwicklungsmodell, das zu den Anforderungen, Risiken und Zielen des jeweiligen Projekts passt.
RiskConsult unterstützt Auftraggeber, Ministerien und Infrastrukturträger bei der Anwendung des PPF mit spezialisierter fachlicher Beratung. Unsere Leistungen begleiten den gesamten Prozess: von der Entwicklung des passenden Projektabwicklungsmodells über die Vorbereitung von Vergabe und Vertragsentwicklung bis hin zu kaufmännischer Prüfung, Controlling und Validierung in der Ausführung.
Das PPF basiert auf neun methodischen Grundsätzen. Sie definieren, wie ein partnerschaftliches Projektabwicklungsmodell strukturiert, kalkuliert, über Kosten und Risiken gesteuert und durch passende Anreizsysteme ausgerichtet wird. Gemeinsam bilden diese Grundsätze das methodische Fundament, das ein belastbares Projektabwicklungsmodell von einem reinen Vergabeprozess unterscheidet.
Der strukturierte PPF-Prozess schafft konkrete und messbare Ergebnisse für Auftraggeber, bevor einzelne Vertragsklauseln finalisiert werden.
Diese Ergebnisse reduzieren nachgelagerte Risiken, stärken die Governance und schaffen die Voraussetzungen für eine echte partnerschaftliche Projektabwicklung.
Zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen entsteht für die Querung der Elbe ein Tunnel: ElbB. Er stellt innerhalb des Projekts Korridor B (Vorhaben Nr. 48) einen eigenen Genehmigungsabschnitt dar. Das Genehmigungsverfahren ist im Netzausbaubeschleunigungsgesetz geregelt. Das Tunnelbauqerk der Elbquerung im Korridor B ist ein ca 5.200 Kilometer langer Tunnel mit einem Tunnelinnendurchmesser von 4,0 m.
Das Projekt wird mittels dem Progressiven Partnerschaftsvertrag Tiefbau abgewickelt. RiskConsult unterstützt Amprion mit Rechenmodellen, Unterlagen und Dokumente für die Ausschreibung, sowie der partnerschaftlichen Ausführung und erstellen von Anreizsystemen. Dabei werden mithilfe der hauseigenen Software RIAAT die monetären und zeitlichen Auswirkungen in einem integrierten Modell probabilistisch ermittelt.
Quelle: Faktenblatt Korridor B, Elbquerung
Projektvolumen: k/A
2025 - laufend
© Amprion
Die Rheinquerung im Abschnitt Wesel-Utfort ist ein 11,4 Kilometer langer Teilabschnitt der neuen 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung Niederrhein/Wesel – Osterath. Sie verbindet die beiden Endpunkte des Abschnitts Binnenland von Voerde bis Budberg miteinander. Die Rheinquerung ist vom Gesetzgeber als Erdkabelpilotstrecke in das EnLAG aufgenommen worden. Amprion hat für die Rheinquerung verschiedene räumliche und technische Kabelvarianten, aber auch die Ausführung als Freileitung ausgearbeitet. Nach intensiver Prüfung der verschiedenen Varianten hat sich Amprion für eine Kombination aus einem kurzen Freileitungsabschnitt und einem längeren Erdkabel entschieden – insbesondere, weil der Abschnitt durch eine Flussauenlandschaft, das Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein und mehrere Naturschutzgebiete führt. Hier gelten besondere Regelungen hinsichtlich des Artenschutzes, zum Beispiel für heimische Brutvögel und rastende Wintergäste.
Das Projekt wird mittels dem Progressiven Partnerschaftsvertrag Tiefbau abgewickelt. RiskConsult unterstützt Amprion mit Rechenmodellen, Unterlagen und Dokumente für die Ausschreibung, sowie der partnerschaftlichen Ausführung und erstellen von Anreizsystemen. Dabei werden mithilfe der hauseigenen Software RIAAT die monetären und zeitlichen Auswirkungen in einem integrierten Modell probabilistisch ermittelt.
Projektvolumen: k/A
2024 - laufend
© Amprion
Ein zentraler Baustein der Energiewende ist Korridor B. Bestehend aus den beiden Leitungsbauvorhaben 48 (Heide/West – Polsum) und 49 (Wilhelmshaven – Hamm) des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG) überträgt die Höchstspannungs-Gleichstrom-Verbindung voraussichtlich ab Anfang der 2030er Jahre Windstrom aus Schleswig-Holstein und dem Norden Niedersachsens nach Nordrhein-Westfalen.
Das Projekt wird mittels dem Progressiven Partnerschaftsvertrag Tiefbau abgewickelt. RiskConsult unterstützt Amprion mit Rechenmodellen, Unterlagen und Dokumente für die Ausschreibung, sowie der partnerschaftlichen Ausführung und erstellen von Anreizsystemen. Dabei werden mithilfe der hauseigenen Software RIAAT die monetären und zeitlichen Auswirkungen in einem integrierten Modell probabilistisch ermittelt.
Projektvolumen: k/A
2023 - laufend
© Amprion
Der Rhein-Main-Link ist eines der zentralen Netzausbauprojekte der Energiewende. Der leistungsstarke Energiekorridor wird voraussichtlich ab 2033 bis zu acht Gigawatt (GW) regenerativ produzierten Windstrom von Niedersachsen über NRW direkt nach Hessen bringen und dort die Wirtschaftsregion Rhein-Main stärken. Das Stromnetzausbauprojekt bündelt vier Gleichstrom-Erdkabelvorhaben zu einem Energiekorridor. Es sind die Vorhaben mit der Nummer 82 (DC34), 82a (DC35), 82b (NOR-16-3) sowie 82c (NOR-16-5) des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG), für die die Bundesnetzagentur einen gemeinsamen Präferenzraum ermittelt hat.
Das Projekt wird mittels dem Progressiven Partnerschaftsvertrag Tiefbau abgewickelt. RiskConsult unterstützt Amprion mit Rechenmodellen, Unterlagen und Dokumente für die Ausschreibung, sowie der partnerschaftlichen Ausführung und erstellen von Anreizsystemen. Dabei werden mithilfe der hauseigenen Software RIAAT die monetären und zeitlichen Auswirkungen in einem integrierten Modell probabilistisch ermittelt.
Projektvolumen: k/A
2023 - laufend
© Amprion
Diese Präsentation von Philip Sander beschreibt die Anwendung des PPF von der Initiierung bis zur Projektausführung.
SANDER P.: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Berlin, 17 Oktober, 2024
Die Energiewende erfordert leistungsstarke Infrastrukturen, insbesondere im Bereich von Höchstspannungs-Gleichstromverbindungen. Der Progressive Partnerschaftsvertrag Tiefbau (PPT) wurde entwickelt, um die Risiken und Unsicherheiten in solchen Projekten zu bewältigen. Das innovative Modell erlaubt eine flexible Vergütung, die an das spezifische Risikoprofil jedes Bauabschnitts angepasst ist. Dies fördert eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und reduziert sowohl Kosten- als auch Terminüberschreitungen. Erfahren Sie mehr über die Struktur dieses Modells und seine erfolgreiche Anwendung in komplexen Infrastrukturprojekten.
SANDER P., BECKER S.C., FRIEDINGER C.P.: THIS-Magazine, Juli, 2024
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